Veranstaltung: Das war der G8-Gipfel

Donnerstag, 5.Juli, 19.30 Uhr – DAS WAR DER G8 GIPFEL

Was war los in Heiligendamm?

Zehntausende Menschen haben sich in der ersten Juniwoche auf den Weg nach
Rostock und Heiligendamm gemacht, um gegen die Politik der G8-Staaten zu
demonstrieren. Auch aus der Region Nürnberg, Fürth und Erlangen waren viele
dabei. Wir berichten nun über unsere Erfahrungen mit und in den
Demonstrationen und Blockaden. Anhand von Filmbeiträgen und persönlichen
Eindrücken werden wir die Atmosphäre dieses intensiven Erlebnisses nochmals
erlebbar machen.

Es lädt ein, das Anti G8 Bündnis Nürnberg/Fürth/Erlangen

Die Veranstaltung findet statt im Nachbarschaftshaus Gostenhof,
Adam-Klein-Str.6

Bilder vom Aktionstag gegen G8 am 26. Mai

Am Samstag, 26. Mai protestierten über 500 Menschen in Nürnberg im Rahmen unseres Aktionstages gegen die Politik der G8-Staaten.

Hier sind ein paar Fotoimpressionen davon.

500 protestieren gegen die G8

Bilder und (ausführlicherer) Bericht folgen demnächst, bis dahin gibt es erstmal unsere Pressemitteilung zu lesen:

Über 500 Menschen protestieren in Nürnberg gegen den G8-Gipfel

Über 500 Menschen protestierten heute im Rahmen eines Aktionstages unter dem Motto „Gemeinsam gegen G8 – Eine andere Welt ist möglich und nötig“ in Nürnberg gegen die Politik der G8-Staaten. Aufgerufen hatte das vom Sozialforum Nürnberg initiierte lokale Anti-G8-Bündnis, dem sich über 35 Gruppen, Organisationen und Initiativen aus Nürnberg, Fürth und Erlangen anschlossen. Das Spektrum der beteiligten Gruppen reichte von revolutionären Linken über einzelne Gewerkschaftsgliederungen bis zu christlichen Gruppen. Mit Hilfe von Infoständen konnten sich interessierte VeranstaltungsteilnehmerInnen und PassantInnen bereits am frühen Nachmittag über die Politik der G8 und die Kritik daran informieren. Verschiedene Stände luden zum mitmachen ein. Es gab Wissensspiele, Stelzenläufer, Ausstellungen und vieles mehr zu sehen. Auch im Bühnenprogramm wurde die neoliberale Politik der G8-Staaten eindrucksvoll satirisch demaskiert.

Die Auftaktkundgebung zur Demonstration wurde eingeleitet von einer Sprecherin des Sozialforums, die dazu aufrief, die Verhältnisse nicht so hinzunehmen wie sie sind und gemeinsam einer besser Welt zu schaffen. Weiter gab es Redebeiträge zu den Themen Klimapolitik, Migration, Krieg und Soziales. Alle RednerInnen waren sich einig, dass die G8 in diesen Bereichen keine Lösungen anbieten können. Zwischen den Redebeiträgen heizte eine Nürnberger Hip-Hop-Crew den mittlerweile etwa 500 TeilnehmerInnen der Kundgebung gehörig ein.


Stadt verhinderte mit haarsträubendem Konstrukt Protest vor Novartis

Die Demonstration zog dann lautstark mit „Block G8“-Rufen Richtung Gostenhof. Eigentlich sollte die eine Zwischenkundgebung vor der Niederlassung des Pharmakonzerns Novartis in der Roonstraße stattfinden. Doch mit Hilfe eines abenteuerlichen Konstrukts gelang es der Stadt Nürnberg und der Polizei durchzusetzen, dass die Demonstration nicht an Novartis vorbeilaufen konnte. Im Rahmen der gerichtlichen Auseinandersetzung waren Stadt und Polizei noch nicht einmal davor zurückgeschreckt, ohne Beweise gegenüber dem Gericht zu behaupten, im Bündnis beteiligte Gruppen hätten einen Farbanschlag auf die Novartis-Niederlassung verübt. Der Pharmakonzern versucht derzeit, gegen günstige Nachahmeprodukte in Indien gerichtlich vorzugehen, was die Versorgung vieler tausend armer Menschen mit lebensnotwendigen Nachahme-Medikamenten gefährdet.

„Novartis profitiert, neben vielen anderen Großkonzernen, davon, dass internationale Wirtschafts-Abkommen Profit über Menschenleben stellen. Am kommenden G8-Gipfel wollen die G8-Staaten, allen voran Deutschland, das Patentrecht noch profitabler für die Konzerne gestalten. Das die Stadt Nürnberg nun diesen Konzern vor berechtigter Kritik schützt, indem sie das Demonstrationsrecht mit an den Haaren herbeigezogenen Gefahrenprognosen beschneidet, ist ein politischer Skandal.“ so Christian Hartmann, ein Sprecher des lokalen Anti-G8-Bündnisses.

Die Zwischenkundgebung fand nun in einiger Entfernung von Novartis statt. In einem Redebeitrag wurde noch mal auf die tödlichen Konsequenzen, die gerade bei Medikamenten mit Eigentumsrechten verbunden sind, hingewiesen.

Zur zweiten Hälfte der Demonstration wich der strahlende Sonnenschein einem heftigen Platzregen. Doch die meisten DemonstratInnen trotzten selbst kieselsteingroßen Hagelkörnern. Laut und kraftvoll – für manche PassantInnen oder Cafe-Besucher sicher überraschend – zog die Demonstration durch die Innenstadt, über den Hallplatz, am Frauentorgraben entlang zurück zum Weißen Turm. Dort erwarteten die durchnässten aber immer noch entschlossenen und lautstarken DemonstrantInnen noch die neuesten Informationen zum Protest gegen den G8-Gipfel in Heiligendamm, an dem sich auch viele NürnbergerInnen beteiligen werden.

„Wir hoffen auf einen Gipfel des Protests in Heiligendamm“

„Alles in allem ein gelungener Aktionstag“
resümiert Christian Hartmann. „Wir haben mit dem Programm und den Infoständen am Weißen Turm sicher viele Menschen erreicht. Die Demonstration war lautstark und mit 500 TeilnehmerInnen auch gut besucht. Es ist uns sicherlich gelungen, damit den G8-Gipfel eine Woche vor der Großdemonstration in Rostock in Nürnberg zum Thema zu machen. Wir hoffen auf einen Gipfel des Protests in Heiligendamm und freuen uns, dass so viele unterschiedliche Gruppen diesen Tag und die Mobilisierung in Nürnberg erfolgreich gemeinsam gestaltet haben.“
Thomas Zeitler fügt hinzu: „Ich denke, wir haben deutlich gemacht, dass wir unseren Protest nicht von Herrn Schäuble oder Frau Merkel für ihre Zwecke instrumentalisieren lassen. Wir demonstrieren nicht für ihre Propagandalügen einer besseren Globalisierung, sondern gegen ihre Politik. Die G8 sind nicht die Retter aus den Krisen und Katastrophen dieser Welt, sondern ihre Verursacher.“

Auf Indymedia findet ihr noch diesen Bericht.

Bus zur Großdemonstration am 2. Juni in Rostock

Demo RostockIhr wollt zur Großdemo nach Rostock und am besten am gleichen Tag wieder nach Hause fahren? Kein Problem! In der Nacht vom 1. auf den 2. Juni wird ein Bus aus Nürnberg zur Großdemo nach Rostock fahren.

Voraussichtige Abfahrt Nbg.: Freitag auf Samstag (1.6./2.6.) um 24.00 Uhr
Rothenburger Strasse, Parkplatz am U-/ Busbahnhof

Rückfahrt von Rostock nach Nürnberg: ca. 21.00 Uhr (2.6.07)

Ermäßigter Preis: 48 Euro
Normalpreis: 55 Euro

Veranstaltet wird die Busfahrt vom Sozialforum Nürnberg.

Der Bus ist jetzt voll und es gibt leider keine Karten mehr!

Hip-Hop gegen und über G8

Gerade erreicht uns ein Track, den das Nürnberger Hip-Hop-Projekt KURZER PROZESS zum G8 augenommen hat.

enjoy…

KURZER PROZESS wird auch am 26. Mai beim Aktionstag auftreten. Nicht verpassen!

Aktionstag und Demo in Nürnberg

Am Samstag, den 26.5.2007 ist Aktionstag gegen den G8-Gipfel in Nürnberg

Beginn des Aktionstages: 11:00 Uhr vor dem Weißen Turm

Beginn der Auftaktkundgebung zur Demonstration: 13:00 Uhr vor dem Weißen Turm

Aktuell:
Die Stadt Nürnberg hat per Auflagenbescheid verboten, an der Niederlassung des Pharmakonzerns Novartis in der Roonstraße vorbeizulaufen. Da das Anti-G8-Bündnis aber sehr wohl Wert darauf legt, Novartis als Profiteur der Patentpolitik der G8-Staaten mit Protest zu konfrontieren, wurde gegen den Bescheid geklagt.

    Auch die dritte Instanz, der bayerische Verwaltungsgerichtshof, folgte der konstruierten Argumentation von Stadt und Polizei und deshalb bleibt das Vorbeilaufen an der Niederlassung von Novartis verboten.

Eine Stellungnahme des Bündnisses folgt.

Siehe auch diese Pressemitteilung

Gemeinsam in Bewegung kommen! Auf nach Heiligendamm!

Veranstaltung am Freitag, 25.5.2007, 20:00 Uhr
im Bürgerzentrum Villa Leon, Nürnberg, U-Bahn Rothenburger Str.

Gemeinsam in Bewegung kommen! Auf nach Heiligendamm!

Informations- und Mobilisierungsveranstaltung zu Protest und Widerstand gegen den G8-Gipfel in Heiligendamm

Wenige Tage vor DEM politischen Großereignis in diesem Jahr – dem G8-Gipfel in Heiligendamm bei Rostock – gehen auch die Vorbereitungen für massenhaften Protest und Widerstand dagegen in die heiße Phase. Zehntausende Menschen aus zahlreichen Ländern werden rund um Heiligendamm erwartet, die gegen das Treffen der Regierungschefs der acht mächtigsten Industriestaaten der Welt und ihre Politik auf die Straße gehen. Mit einem umfangreichen 7-tägigen Protestprogramm will die globalisierungskritische Bewegung dem G8-Treffen einen spürbaren Widerstand entgegenhalten und globale Alternativen zur kapitalistischen Globalisierung aufzeigen. Die Veranstaltung will einen Ein- und Überblick in die Protestvorbereitung und ihren Aktivitäten geben und ganz konkret für einen widerständigen Ausfl ug nach Heiligendamm werben.

Welche Themen stehen beim G8-Gipfel auf der Tagesordnung und was hat die globale Protestbewegung an Alternativen? Wer organisiert eigentlich Protest und Widerstand? Welche Aktionen und Gegenveranstaltungen erwarten mich rund um Heiligendamm? Welche Infrastruktur für Übernachten/Essen/usw. gibt es dort? Wie komme ich von Nürnberg überhaupt an die Ostsee? Was macht das lokale Anti-G8-Bündnis in Nürnberg vor Ort? Wie könnten auch nach dem Gipfel Protest und Widerstand gegen neoliberale Kürzungsmaßnahmen in Nürnberg (und bundesweit) verfestigt und ausgeweitet werden?

Es referieren und diskutieren: Werner Rätz, Koordinierungskreis von Attac, Mitorganisator der Proteste in Heiligendamm; Moe Hierlmeier, Sozialforum Nürnberg, Mitinitiator des lokalen Anti-G8-Bündnisses

Moderation: Bernd Moser, Radio Z

Diesen Mittwoch: Veranstaltung zur globalen Klimapolitik

Für den kommenden Mittwoch, den 25.4.2007, laden wir alle Interessierten herzlich zur Veranstaltung „Globale Klimapolitik“ ein.

Spätestens seit im Februar 2007 der sogenannte “Weltklimarat” (Intergovernmental Panel on Climate Change – IPCC) den 4. IPCC-Bericht vorgelegt hat, ist der Klimawandel Top-Thema in den Medien und der Politik. Die globalen Folgen des CO²-Anstieges lassen sich nicht mehr leugnen. Das Klimachaos trifft die Länder des Südens und vor allem die Armen wesentlich härter. In vielen Regionen sind die Überlebenschancen und die Ernährungssicherheit gefährdet. Verantwortlich für den jetzigen Zustand sind die Industrieländer aufgrund ihres anhaltend hohen Energieverbrauches.

Nach dem Verursacherprinzip sind sie daher gefordert, eine neue Energie- und Klimapolitik zu betreiben. Das Kyoto-Protokoll war ein erster Versuch den Ausstoß an Treibhausgasen zu begrenzen, ist aber bei weitem unzureichend. So hat die USA als größter Verursacher das Kyoto-Protokoll nicht anerkannt. Ohne durchgreifende strukturelle Änderungen in den Industrieländern, allen voran in den G8-Staaten, werden die Schwellenländer kaum bereit sein, ihre Energie- und Wachstumspolitik zu ändern. Zur Verhinderung des Klimachaos braucht es aber deutliche Fortschritte bei den internationalen Klimaverhandlungen für ein Post-Kyoto-Abkommen.

Es referiert: Richard Brand, Evang. Entwicklungsdienst (EED)/Brot für die Welt

Veranstaltungsort ist das Bürgerzentrum Villa Leon, Nürnberg, U-Bahn Rothenburger Str.
Beginn: 20:00 Uhr

Veranstaltungsheft erschienen!

broschuere

Am Wochenende ist das 16-seitige Veranstaltungsheft des Anti-G8-Bündnisses erschienen. Insgesamt 40 Veranstaltungen der verschiedenen Bündnisgruppen sind darin zusammengefasst – ein unverzichtbarer Wegweiser also durch den Veranstaltungsdschungel vor dem Gipfel.

Broschüre als PDF herunterladen